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Aktuelles von JTFO

EU-Studie zum Thema Schulsport


© imago/Becker&Bredel

10.04.2013 - Eurydice, das europäische Informationsnetzwerk zum Thema Bildung, hat kürzlich erstmals einen Bericht zum Thema Schulsport und Bewegungserziehung in Europa („Physical Education and Sport at School in Europe“) veröffentlicht.


 

Damit soll ein Überblick über den Sportunterricht in 30 europäischen Ländern gewonnen und die Stärken und Schwächen der einzelnen Systeme identifiziert werden.

 

In der Studie wird zunächst betrachtet, welchen Umfang und Stellenwert der Sportunterricht in den Grund- und weiterführenden Schulen einnimmt und welche Ziele und Aktivitäten dabei im Mittelpunkt stehen.

 

Grundlegend lässt sich sagen, dass Sportunterricht in den Lehrplänen aller untersuchter Länder verpflichtend festgeschrieben ist. Neben der körperlichen ist die persönliche und soziale Entwicklung der Kinder ein Hauptanliegen der Bewegungserziehung. Am häufigsten kommen dafür spielerische/turnerische Elemente sowie (Ball-)spiele zum Einsatz. Verwandte Themenbereiche wie Gesundheits- und Ernährungserziehung oder sozial- und naturwissenschaftliche Aspekte finden ebenfalls in immer mehr schulsportlichen Lehrplänen Beachtung.

 

Der Vergleich zeigt auch, dass es große Unterschiede bei der festgelegten (Mindest-)Anzahl der jährlichen Sportstunden gibt. Am niedrigsten war die Zahl in Irland mit 37, am höchsten in Frankreich mit 108. In Deutschland lag die Zahl im Schuljahr 2011/2012 zwischen 56 in der Realschule und 78 in der Grundschule. Das sind deutlich weniger als noch im Schuljahr 2006/2007, was allerdings auch mit der verkürzten Abiturzeit zusammenhängt.

 

Weiterhin werden in der Studie die Bewertungsmethoden der schulsportlichen Erziehung sowie die Qualifikation der Lehrkräfte in den beteiligten Ländern analysiert. Es folgt ein Blick auf nationale Initiativen und Strategien zur Förderung bzw. Reformbemühungen der Länder hinsichtlich Umfang und Inhalt des Sportunterrichts, Ausbildung der Lehrkräfte oder Ausstattung der schulischen Sportstätten.

 

Neben dem Sportunterricht wurden auch die außerunterrichtlichen Sportangebote für Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Ländern betrachtet, wozu auch Wettbewerbe wie JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA in Deutschland zählen. Dieser wird in der Studie dann auch als Beispiel für einen von lokaler bis zur nationalen Ebene führenden, staatlich geförderten Wettbewerb genannt, der an den traditionellen olympischen Werten und Zielen ausgerichtet ist. Diesen „olympischen Geist“ hat JTFO mit einigen anderen europäischen Schulsportwettbewerben und Initiativen gemeinsam, vor allem solchen in Ländern mit kürzlich zurückliegenden Olympischen Spielen (Griechenland, Großbritannien).

 

Die Größenordnungen der Teilnehmerzahlen und das über 40jährige Bestehen machen JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA  allerdings zu einem der bedeutendsten Schulsportwettbewerbe in Europa, womit seit langem ein wichtiger außerunterrichtlicher Beitrag zur schulsportlichen Erziehung in Deutschland geleistet wird.

 

Einen Überblick über die Ergebnisse der Studie geben die von Eurydice veröffentlichen Highlights (englisch). Die komplette Studie (englisch) kann ebenfalls direkt bei Eurydice eingesehen und runtergeladen werden.



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